Stimmen zum Kongress

Wie ist es so für die Besucher beim AFS-Stillkongress?

Wir freuen uns jedes Jahr über das Feedback zum Kongress. Hinweise zur Organisation, nette Worte, Kritik – alles ist willkommen.

Schicken Sie uns Ihre Eindrücke vom Kongress, berichten Sie von schönen, berührenden oder spannenden Erlebnissen.

2014-04-27 10.09.48Wir nehmen Bilder und Text an. Wichtig: Wir benötigen jeweils die Einverständniserklärung, das Material auch im Internet beziehungsweise in der Stillzeit verwenden zu dürfen.

 

Nachbericht: Longdrink Muttermilch vom 26. April 2014

Fortbildung „Longdrink“ Muttermilch 

Referentin: Carla Ehlers, IBCLC

Kernthema: Die Bedeutung einer längeren Stillzeit für Mutter und Kind

Kernproblem für länger Stillende: Die Öffentlichkeit

Ursache: die schlechte Stillquote in Deutschland (durchschnittliche Stilldauer 6,9 Monate)

In der Fortbildung erarbeitet wurden die Punkte, die für eine längere Stilldauer, gerade auch über das erste Lebensjahr hinaus sprechen.


 

Warum ist längeres Stillen normal und wertvoll?

Wichtige Faktoren für das Kind:

  • Muttermilch passt sich an die sich verändernden Bedürfnisse des Kindes an. So steigt zum Beispiel der Gehalt an Immunstoffen ab dem 6. Monat an, wenn das Kind durch zunehmende Mobilität vermehrt mit Keimen konfrontiert wird
  • Gestillte Kinder haben weniger Infektionskrankheiten (vor allem: Mittelohrentzündung, Magen-Darm-Infekt und Lungenentzündung)
  • Weniger Blinddarmentzündungen im Schulalter
  • Kinder, die gestillt wurden erkranken seltener an Krebs (dieser Schutz nimmt mit jeder Stillwoche zu)
  • Schutz vor Übergewicht
  • Schutz vor Diabetes
  • höherer IQ im Erwachsenenalter
  • bessere Abdeckung des Energiebedarfs und bessere Versorgung mit Vitaminen und Spurenelementen
  • Muttermilch ist mehr als Ernährung

 Wichtige Faktoren für die Mutter:

  • weniger koronare Herzerkrankungen
  • Verringerung des Körpergewichts
  • Verringerung des Krebsrisikos (würden alle Kinder länger als 12 Monate gestillt, gäbe es jährlich 50.000 Brustkrebsfälle weniger in Deutschland)
  • Das Risiko für Eierstockkrebs sinkt um 1% je Still-Monat
  • geringeres Risiko für Typ 2 Diabetes

 aufgezeichnet von Uta Tanzer, Kongressteilnehmerin

 

Programmübersicht vom AFS-Stillkongress 2014

Das war das Programm zum AFS-Stillkongress 2014! Wie jedes Jahr lockten drei Fachvorträge und boten eine beinahe komplette Ausbildungsreihe und viele unterschiedliche Fortbildungen ein buntes Programm.

Fachvorträge

FF1 Geburt nach Kaiserschnitt & Kaiserschnitt – was brauchen Mütter? gehalten von Dr. Ute Taschner

Dr. Ute Taschner ist Ärztin, Stillberaterin und freie Autorin. Die Schwerpunkte ihrer klinischen Tätigkeit aber auch ihr vorrangiges Interesse als Autorin sind die Geburtshilfe und das Stillen. Durch eigene Erfahrungen liegt ihr persönlich das Thema Kaiserschnitt sehr am Herzen. Gemeinsam mit Kathrin Scheck hat sie das Buch „Meine Wunschgeburt- selbstbestimmt gebären nach Kaiserschnitt“ verfasst. www.geburt-nach-kaiserschnitt.de


FF2 B.E.St Kriterien und ihre Umsetzung in Klinik und Alltag, gehalten von  Edeltraud Hertel

Edeltraud Hertel, Krankenschwester, Dipl.Med.Päd., Hebamme, BSc(Hons)Midwifery, IBCLC und Stillfortbildungen für Pflegepersonal. Vorstandsmitglied Academy of Breastfeeding. B.E.St steht für Bindung, Entwicklung, Stillen – eine Erweiterung der 10 Schritte zum erfolgreichen Stillen durch BFHI. Ziel ist dabei, den Kreis der    (Krankenhäuser)zu erweitern und das Konzept für eine gesunde Entwicklung der Kinder zu fördern. Die einzelnen Schritte werden ausführlich beleuchtet.


FF3 Einführung der Beikost & Allergien, gehalten von Dr. med. Herbert Renz-Polster

Dr. med. Herbert Renz-Polster, Kinderarzt und assoziierter Wissenschaftler am Mannheimer  Institut für Public Health der Universität Heidelberg. Bekannt durch mehrere Sachbücher, u.a. „Kinder verstehen – born to be wild: wie die Evolution unsere Kinder prägt“ und „Menschenkinder – Plädoyer für eine artgerechte Erziehung.“ Mit seiner Frau und seinen vier Kindern lebt er in der Nähe von Ravensburg. Die Empfehlungen zur Einführung von Beikost haben sich immer wieder geändert – gerade im Hinblick auf die Prävention von Allergien. Der Workshop gibt einen Überblick über Allergien im Kindersalter, woher sie kommen und was hier im Körper schief läuft. Dann wird es um die Beikostfrage generell gehen: wann, was – und insbesondere die Rolle des Babys dabei. Ein Schwerpunkt dabei ist die Frage, welche Art  der Beikosteinführung für allergisch veranlagte Babys (Risikokinder) zu empfehlen ist.


Ausbildungskurse

  • A 1a/b Eigene Stillgeschichte Teil 1
  • A2&3 Telefonberatung & Gesprächsführung
  • A4 Medizinische Anfängerinformationen
  • A 5 Saugen, Saugverwirrung, Stillpositionen
  • A 6 Koliken, Beikost, Abstillen

Fortbildungen

K1 Tragende Bindungen – ans Herz gewachsen

K2 Artgerecht

K3 Frühgeborene brauchen Muttermilch

K4 Sicherheit für unsichere Mütter

K5 Stillen bei Erwerbstätigskeit

K6 Naturheilkunde Wickel und Co

K7 Mythen ums Stillen

K8 Longdrink Muttermilch

K9 Gedeihstörungen- durch Dick und Dünn

K10 Ehrenamtliche Stillberatung im medizinischen und rechtlichen Kontext

K11 Babys fördern – wie geht das?

K12 Kinästhetik Infant Handling

K13 Ein außergewöhnliches Erlebnis

K14 Geschwisterstreit

K15 Werde ich (weiter)stillen können

K16 Stillförderung in Kindergärten und Schulen

K17 Evolutionsbiologische Sicht auf Säuglingstemperamente

K18 Das natürliche Schlafverhalten von Neugeborenen, Babys und Kleinkindern

K19 Brustverweigerung, Saugverwirrung? – Stillstreik

K20 Stillhürden überwinden. Wunde Mamillen und Schmerzen beim Stillen, zu wenig Milch – warum?

K21 Ayurveda für Mutter und Kind

Kongressheft 2017

Kongressheft 2017

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